DAS EFFIZIENTESTE UND WOHL LUKRATIVSTE ARBEITSINSTRUMENT EINES UNTERNEHMENS IST HEUTE EINE SMARTE DATENBANK.

Ein Gespräch mit Roger Kriz, Mitglied der Geschäftsleitung und Key Account Manager n c ag Urdorf, September 2017 – Thomas Gysin
Wer in der Champions League mitspielen wolle, müsse fit sein, sehr fit – und hart an sich arbeiten. Wer das Training vernachlässige, sei sehr schnell nicht mehr dabei. Der Spitzensport kenne da kein Pardon. Roger Kriz ist in der Geschäftsleitung der n c ag als Key Account Manager zuständig. Auch hier gelte, wer nicht ständig am Ball bleibe, habe schnell verloren, sei definitiv aus dem Spiel.

Während das enorm hohe Tempo der Evolution im IT-Bereich viele zu erschrecken vermöge, wüssten es clevere Manager mit neuen Technologien und Methoden sowie beschleunigten Arbeitsprozessen wirtschaftlich zu nutzen. Dieses Vorgehen verlange allerdings nach einem fundierten Marketing- und IT-Wissen und einer permanenten Weiterbildung. Gewiefte Unternehmer würden dafür den internen Kompetenzaufbau fördern und auf gezielten Beizug von externem Know-how setzen.

Sie sei die zentrale Drehscheibe, sozusagen das Nervenzentrum eines Produktions- oder Handelsunternehmens: die Datenbank. Nirgendwo sonst würden Technologien und Methoden schneller wechseln und wachsen. Die technische und organisatorische Komplexität verlange darum nach einem souveränen Überblick. Und genau hierfür brauche es neben dem internen Wissen eine externe Begleitung mit fundierten Erfahrungswerten in ähnlichen oder auch fremden Branchen. Die Einflüsse externer Kompetenz sei sozusagen ein kreatives Controlling, um schliesslich die strategisch richtigen Entscheidungen treffen zu können. Besonders bei der Einführung neuer Prozesse und neuer Softwaresysteme würden externe Erfahrungen helfen, die Implementierung in ein bestehendes oder aufzubauendes Digitalisierungsprojekt fehlerfrei auszuführen. Der Blick eines externen Experten sei vor allem deshalb wertvoll, weil er unbelastet sei und die Qualität seiner Lösungen oft einfacher und damit effizienter.

Standardsoftware oder individuelle Lösungen?

Die Entscheidung für Standardsoftware falle, bei oberflächlicher Betrachtung der Sache, oft zugunsten einer schnelleren und günstigeren Lösung aus. Dazu käme die Meinung, Standardlösungen seien solid und sicher, weil sie ja bei vielen anderen Kunden auch bereits installiert wurden und in Gebrauch seien. Bildlich gesprochen gehe es hier aber nicht um den Begriff «Massanzug» oder «von der Stange», die Konsequenzen hätten eine weit immensere Tragweite. So könnten wichtige Schnittstellen verloren gehen und Arbeitsprozesse leicht in Sackgassen enden. Wenn nicht mehr alle Zielgruppen mit den relevanten Informationen zur richtigen Zeit bedient würden, weil sie in einem standardisierten Prozess einen langwierigen Dienstweg gehen müssten, bedeute dies eine fatale Abbremsung aller Arbeitsprozesse – und das im gesamten Betrieb. Der Handelsspielraum würde massiv eingeschränkt, die Wettbewerbsfähigkeit ginge schliesslich verloren. Bei der n c ag betreibe man darum nicht einfach Verkaufsberatung für Softwarelösungen aus dem Regal.

Seine Aufgabe sei es, unternehmerisch mitzudenken, Arbeitsprozesse eines Betriebs zu verstehen, diese mit individuellen Lösungen zu beschleunigen, einfach und sicher zu machen, marktgerecht anzubieten und ebenso einen 24-Stunden-Support zu gewährleisten, so Roger Kriz.

International tätig, 8500 Mitarbeitende, 30 000 Artikel, 20 Sprachen, eine zentrale Datenbank, ein System: Das ist nicht einfach, muss aber unkompliziert sein!

Bei der Evaluation eines Systems und der dazugehörenden Software für eine Datenbank werde er oft gefragt, was denn „The State oft the Art“ sei. Er müsse dann sagen, dass es das so nicht gebe. Jedes Unternehmen habe seine ganz eigene Identität. Da müsse sich die Datenbank anpassen, nicht umgekehrt. Man laufe ja auch keinen Marathon in fremden Schuhen …

Es solle ein Beispiel sein und es gelte für grosse Konzerne genauso wie für kleine und mittlere KMU, so Roger Kriz: Wenn sich Mitarbeitende aus den verschiedensten Ländern verständigen und auf dieselben Daten zurückgreifen müssen, das selbstverständlich in der jeweiligen Landessprache und unter Berücksichtigung der örtlichen Währung, der technischen wie rechtlichen Verbindlichkeiten, um dann zeitgleich Entscheidungen zu treffen … dann funktioniere das heute nur mit einer smarten Datenbank.

Klar könne man behaupten, früher sei dies auch ohne IT-Unterstützung gegangen. Ja, das stimme. Nur habe es zu berücksichtigen gegeben, dass schon die Zeitunterschiede auf den verschiedenen Kontinenten keine sofortigen Verfügbarkeiten möglich gemacht hätten, Sprachbarrieren mit Dolmetschern oder aufwendigen Übersetzungen zu überwinden gewesen seien und man vor Entscheidungen länderspezifische Verträge habe ausarbeiten müssen. Ja, es sei alles auch damals möglich gewesen, nur wäre man heute so nicht mehr wettbewerbsfähig.

Zu erwähnen seien auch die Web-to-Print-Möglichkeiten. Denn ebenso in der nahen Zukunft würde die Welt nicht ohne Printprodukte auskommen. Kataloge, Preislisten, Anleitungen für technische Installationen und natürlich auch Geschäftsdrucksachen, Produktblätter oder Werbemittel werde es immer geben. Eine Datenbank habe dafür standardisierte Layouts unter der Berücksichtigung aller CI-Vorgaben automatisiert und abrufbereit zu haben. Die Bilder und Grafiken in der gewünschten Auflösung, die Texte in allen benötigten Sprachen und mit länderspezifischen Eigenheiten. Wenn nun beispielsweise ein Schweizer KMU für 20 verschiedene Länder in 20 Sprachen einen 200-seitigen Katalog mit den länderspezifischen Produktabbildungen, Preisen und technischen Beschrieben benötige, so müsse das heute in weniger als zwei Wochen gedruckt und ausgeliefert sein!

Strategischer Berater, dann Architekt der Datenbank, schliesslich 24-Stunden-Supporter!

Man könne sich das so vorstellen: Die Datenbank eines Unternehmens sei in etwa mit unserem privaten Smartphone vergleichbar. Habe man es nicht, sei man von der übrigen Welt ausgeschlossen, könne nicht einmal jemanden um Hilfe rufen, die Kontaktdaten wären weg, Apps nicht abrufbar, das ÖV-Abo nicht vorweisbar, gespeicherte Zutritte würden verweigert und das bargeldlose Bezahlen dürfe man auch vergessen.

Bei der n c ag sei Roger Kriz für die Kunden in erster Linie ein strategischer Berater, der nicht nur die IT-Technologie im Auge behalte, sondern unternehmerisch mitdenken müsse. Sein Auftrag sei es, ein Projekt so zu planen, dass es einerseits von den technischen Möglichkeiten die absolut optimalste Version darstelle, sich anderseits wirtschaftlich in jeder Hinsicht rechne. Beim Auf- und Ausbau einer Datenbank begleite er die Kunden als Architekt, beachte alle einzelnen Schritte und könne seine Verantwortung nicht einfach bei der Fertigstellung abgeben. Eine Datenbank müsse schliesslich rund um die Uhr funktionieren, für alle Nutzer auch bei komplexen Aufgaben intuitiv bedienbar sein – und eine Datenbank müsse mehrere IT-Jahre wettbewerbsfähig bleiben, also ebenso ausbaubar und mit künftigen Softwareupdates kompatibel sein.